Deine Zielgruppe: Eine Step-by-Step Anleitung

Lupe, welche auf eine Menschenmenge gerichtet ist. Illustration.

Inhalt

Kenne deine Zielgruppe. Wer nicht weiss, wen er ansprechen möchte, wird niemanden erreichen!

Die Basis jeglicher Marketing- und Kommunikationsmassnahmen ist die genaue Definition der relevanten Zielgruppe. Ohne eine klar definierte Zielgruppe verfehlen Kampagnen ihre Wirkung und verschwenden wertvolle Ressourcen. Deine Botschaften verpuffen nutzlos.

Eine Zielgruppendefinition ist immer Bestandteil einer ganzheitlichen Marketingstrategie. Hier findest du die Anleitung zu deiner invidiuellen Marketingstrategie in 10 einfachen Schritten.

In diesem Blogbeitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine Zielgruppe definierst und welche Ansätze du nutzen kannst, um deine Marketingmassnahmen erfolgreich zu gestalten.

Die Relevanz einer genauen Zielgruppendefinition

Eine klar definierte Zielgruppe ist essentiell für deinen Unternehmenserfolg!

  • Effizienter Ressourceneinsatz: Streuverluste werden minimiert, was Zeit und Geld spart.
  • Bessere Ansprache: Deine Kommunikation kann zielgerichtet aufbereitet werden.
  • Höhere Conversion-Rate: Angebote sind besser auf die wirklichen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten.
  • Optimierte interne Kommunikation: Ein gemeinsames Verständnis über die Zielgruppe erleichtert die Zusammenarbeit im Team.

Step 1: Analysiere dein Produkt oder deine Dienstleistung

Bevor du deine Zielgruppe definierst, nimm dir Zeit für eine gründliche Bestandsaufnahme. Mache dir dabei Gedanken zu folgenden Fragen:

  1. Welches Problem löst mein Produkt oder meine Dienstleistung?
  2. Was kann mein Produkt besser als die Konkurrenz?
  3. Welches Bedürfnis wird durch mein Angebot erfüllt?
  4. Wofür steht mein Unternehmen und wodurch hebt es sich ab?

Step 2: Analysiere deine bestehenden Kunden

Sammle Informationen über deine aktuellen Kunden. Dies gibt dir Einblicke, welche Kundengruppen du bereits erfolgreich ansprichst. Nutze dafür folgende Quellen:

  • Social Media: Analysiere die Profile deiner Community. Welche Altersgruppen, Geschlechter und geografischen Regionen dominieren?
  • Kundenumfragen: Nutze Tools wie SurveyMonkey oder direkte Interaktionen, um Meinungen und Daten zu sammeln.
  • Analyse-Tools: Google Analytics oder ähnliche Tools können wertvolle demografische und verhaltensbezogene Daten liefern.
  • Direkter Kundenkontakt: Sprich mit deinen Kunden und erfahre, welche Bedürfnisse sie haben und warum sie dein Produkt schätzen.
Exkurs: 
Die klassische Zielgruppenverfehlung. Der Waschmittel-Case
Ein Unternehmen brachte grosse Packungen Waschmittel auf den Markt, die speziell für Familien entwickelt wurden. Die Annahme war, dass Familien aufgrund des hohen Wäscheaufkommens die Hauptzielgruppe wären. Eine Analyse der Verkaufsdaten zeigte dann jedoch, dass vor allem männliche Einzelhaushalte die Hauptkäufer waren. Der Grund: Männer in Einzelhaushalten wollten möglichst selten einkaufen und bevorzugten daher grössere Vorratspackungen. Diese Erkenntnis führte zu einer Neuausrichtung der Marketingstrategie, um diese Zielgruppe gezielter anzusprechen. Das Beispiel verdeutlicht, wie wichtig es ist, die tatsächliche Zielgruppe zu kennen und nicht nur auf Vermutungen zu bauen.

Step 3: Definiere deine Zielgruppe

Nutze die gesammelten Daten, um deine Zielgruppe genauer zu beschreiben. Dabei kannst du demografische, sozioökonomische und psychografische Merkmale sowie das Kaufverhalten einbeziehen:

  • Altersgruppe
    z.B.: Personen zwischen 30 – 45 Jahren
  • Geschlecht
    z.B.: überwiegend weiblich
  • Wohnregion
    z.B.: gesamte deutschsprechende Schweiz, eher urban
  • Beruf / Bildung / Einkommensschicht
    z.B.: leitende Funktion, mittlere bis hohe Bildung, obere Mittelschicht
  • Familienstand
    z.B.: verheiratet, kinderlos
  • Interessen
    z.B.: Sport, Reisen, Kunst und Literatur, technische Gadgets
  • Werte
    z.B.: weltoffen, politisch interessiert, liberal, schätzt hohe Qualität

Interessant sind auch Informationen zum Kaufverhalten, da dies für deine Angebotsgestaltung sehr relevant sein kann.

  • Kaufmotiv
    z.B.: Braucht eine neue Skiausrüstung, da seine alte kaputt ist
  • Beeinflusser
    z.B.: Skirennfahrer und Vorbilder wie Marco Odermatt und Content auf Social Media
  • Markenpräferenzen
    z.B.: Bekannte Marken, die für ihre hohe Qualität bekannt sind
  • Verkaufsort
    z.B.: im Fachgeschäft inkl. Beratung
  • Kauffrequenz
    z.B.: ca. alle 4-6 Jahre
  • Preissensibilität
    z.B.: Preis spielt keine grosse Rolle, solange die Qualität stimmt

Gleiche in diesem Zusammenhang auch die Auffassung deines ursprünglichen „Wunsch-Kunden“ mit den erfassten Daten ab. Stimmen diese überein? Gibt es Abweichungen oder Auffälligkeiten?

Step 4: Erstelle eine oder mehrere Personae zu deiner Zielgruppe

Basierend auf der Zielgruppenanalyse kannst du nun deine relevante Personae erstellen. In der Ausgestaltung dieser Personae kannst du eine oder mehrere Varianten definieren. Versuche jedoch hier nach dem Prinzip „so viele wie nötig, so wenige wie möglich“ vorzugehen.

Eine Persona ist eine fiktive, detaillierte Beschreibung eines idealtypischen Kunden innerhalb deiner Zielgruppe. Sie wird basierend auf realen Daten und Annahmen erstellt, um ein greifbares Bild der Zielgruppe zu schaffen. Eine Persona hilft dir dabei, deine Marketingmassnahmen gezielt auf die Bedürfnisse und Wünsche deiner Kunden auszurichten.

Die Persona bringt insbesondere interne Klarheit in die strategische Ausrichtung und hilft dabei, Botschaften zu formulieren, die ankommen.

Step 5: Teste deine Zielgruppe und verfeinere

Selbst die beste Zielgruppendefinition ist erst der Anfang und nie endgültig. Teste deine Annahmen durch:

  • A/B-Tests: Erstelle zwei Versionen einer Anzeige für unterschiedliche Segmente und analysiere die Ergebnisse.
  • Feedback: Hole dir Kundenmeinungen ein, um besser zu verstehen, was gut funktioniert.
  • Datenanalyse: Überprüfe kontinuierlich die Performance deiner Kommunikation (und Kampagnen).

Fazit

Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto erfolgreicher wirst du im Marketing sein. Eine klare Zielgruppendefinition hilft dir nicht nur, Ressourcen zu sparen, sondern steigert auch die Effektivität deiner Kampagnen.

Erledige also deine Hausaufgaben und starte erst dann durch – mit einem klaren Plan und einer Zielgruppe, die du genau verstehst.

Gerne helfe ich dir bei einer fundierten Zielgruppenanalyse und -definition, um auch dein Unternehmen erfolgreich auszurichten und die relevanten Kundengruppen mit der richtigen Botschaft zu erreichen!

Hier findest du alle Services von Egli Marketing & Kommunikation.

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